Roger Schaeli
Profi-Alpinist
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Leben der Extreme
von Allround-Alpinist Roger Schaeli.
Das Bilder-Porträt!
Mit 23 Jahren gelingen Roger Schaeli 2 Erstbesteigungen im indischen Garwal-Himalaja: Arwa-Spire-Central-Gipfel (6193 m, Bild) und Arwa-Spire-West-Gipfel (6099 m).
Ganz wenige haben bisher die Patagonien-Trilogie aus Torre Egger, Cerro Torre & Cerro Standhardt geschafft – einer von ihnen: Roger Schaeli (hier auf dem Torre Egger, im Hintergrund der Cerro Torre).
Erstbesteigung in Grönland (2007). Roger und seine Seilpartner taufen den Gipfel Asta Nunaa, die Route «Tartaruga» (ital. «Schildkröte», symbolisch für den kompakten Granitpanzer über die Westwand).
«Nach einer Expedition komme ich zufrieden zurück und denke: Jetzt habe ich erst mal sechs Monate genug. Dieses Gefühl dauert ungefähr drei Tage. Dann will ich wieder los.» Im Biwak gibts gefriergetrocknete Menüs. Im Alltag ernährt er sich wie jeder Spitzensportler: bewusst.
«Am Berg wird man bescheiden und demütig. Man weiss, dass man nur geduldet ist.» Roger in der California-Route am Cerro Fitz Roy in Patagonien.
Roger Schaeli zählt zu den weltbesten Eis- und Mixed-Kletterern (WI6+ / M10).
Rogers Hand nach der Erstbegehung des «Fosslimonster»-Eisfalls in Norwegen.
«Ich klettere, weil es Spass macht und weil es ein authentischer und ehrlicher Sport ist. Mogeln geht da nicht.» Die extrem anspruchsvolle Japaner-Route – die «Super-Direttissima» durch die Eiger-Nordwand – klettert Roger als erster frei (2009).
«Es ist eine Kunst, die richtige Route zu erkennen. Für den Erfolg muss man alles geben.» Die «Magic Mushroom» am Eiger eröffnet er 2007 als Erstbegeher.
«Ich will ich selber bleiben und niemandem etwas beweisen.» «Pyromania» (7c) in seiner Heimat Sörenberg.
Roger beim Bouldern.
Im Drama «The Beckoning Silence» von Joe Simpson («Sturz ins Leere») spielt Roger Schaeli eine Hauptrolle (2007).
Was für ein Sonnyboy! In seiner Jugend verbringt Roger jede freie Minute am Berg.
Mit 16 überlebt Roger einen schweren Unfall. Er macht beim «Fädeln» einen Fehler und stürzt 30 Meter ab. Beide Fussgelenke sind gebrochen, ein Wirbelfortsatz abgespalten, tiefe Fleischwunden am ganzen Körper. Roger liegt wochenlang im Spital, kann seine Lehre als Zimmermann nicht wie geplant antreten, die Gewerbeschule beginnt er im Rollstuhl.
Rückblickend sagt er zum Unfall in seiner Jugend: «Er hat mich verändert. Ich klettere seither viel vorsichtiger.» Trotzdem: Die Bergsteigerei birgt Risiken. Im Bild: blutige Wunde nach einem Eisschlag am Fitz Roy.
Kein Gipfel zu hoch, kein Fels zu steil: Roger entdeckt seine alpinistische Leidenschaft als Bub dank seines Vaters Edi.
Hautnah
Auch privat macht Roger Schaeli eine gute Figur: Er ist unkompliziert, fair, ausgeglichen, kocht gerne und mag «Dr. House».
checkenModelathlet
Roger Schaeli modelt für seinen Material-Sponsor Salewa – für Werbe-Kampagnen und Kataloge, im Studio und am Fels.
schauenInterview
Roger Schaeli spricht über die Magie des Kletterns, den Mythos der Eiger Nordwand und erklärt, warum am Berg jeder sein wahres Gesicht zeigt.
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